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Klotzbeuten - Betriebsweise

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Die Honigbiene

KLOTZBEUTEN - BETRIEBSWEISE 
- ohne Varroabehandlung - 
 
 
 
Eines vorweg: 
 
Imkern in Klotzbeuten ist wirtschaftlicher Blödsinn; Betriebsweisen, Denkweisen und Ideologien der Rähmchenimkerei müssen an Bedeutung verlieren und mit hochgezüchteten Bienenherkünften wird man in Klotzbeuten nur kurzfristig Freude haben.
 
Immer wieder hört man von Imkern, die (möglicherweise) ohne Varroabehandlung imkern. Auf konkrete Anfragen hin verliert sich dann so manch einer in allgemeine Floskeln, wie "ich kann gar nicht so genau sagen wieso, aber mit meiner Biene geht es halt". Aus den verschiedensten Gründen rückt kaum einer mit seinen Erfahrungen heraus. Obwohl das einer der wenigen richtigen Wege zur flächendeckenden Erhaltung der Honigbiene durch Wiederansiedlung überlebensfähiger verwilderter Populationen wäre. 

Es ist faszinierend, die Ergebnisse jahrelanger Bemühungen zur Revitalisierung der Bienen in einer Region in Form von etlichen wilden Bienenvölkern in Straßenbäumen, alten Obstbäumen, morschen Weiden und in einem Dachkasten einer Schule zu beobachten. Allesamt haben sich jahrelang am selben Standort ohne jegliches Zutun von Menschen gehalten. Einzelne leer gewordene Behausungen dieser wilden Honigbienen wurden sofort wieder von Schwärmen der Nachbarvölker in Beschlag genommen. Wieviele unentdeckte wilde Völker mag es in dieser Region, Mitten in Deutschland, daneben noch geben? 



Es existiert eine Vielzahl von überlieferten und noch heute beispielsweise in Osteuropa (ohne Varroabehandlungen) praktizierten Betriebsweisen der Klotzbeutenimkerei.
Hier vorgestellt werden bewährte Erfahrungen, pragmatische Erklärungen und Anleitungen. 


Vergleich der Honigausbeute: 
(in der selben Region)

Klotzbeute
(natürliche Bienenhaltung)
extensive Imkerei
(z.B. nach versch. "Bioverbänden")
herkömmliche Standimkerei Erwerbsimker

  • ohne jegliche Eingriffe
  • Überlebensselektion 
  • mehrere Völker (mind. 3-5)
  • Schwarmverhinderung
  • ohne Einfüttern
  • mit oder ohne Varroabehandlung und Bekämpfungsmaßnahmen
  • Zucht nach Merkmalen
  • Schwarmverhinderung
  • Völkerverstärken
  • Reizfütterung
  • Varroabehandlung
  • Einfütterung
  • Zucht nach Merkmalen
  • Schwarmverhinderung
  • Trachtwanderungen
  • Völkerverstärken
  • Reizfütterung
  • Varroabehandlung
  • Einfütterung
  • Zucht nach Merkmalen
ca. Honigertrag pro Jahr: 4 Kg 20 kg 35 kg 100 kg




Die richtige Biene 

Man nehme einen Schwarm und schlage diesen in einen hohlen Baumstamm ein!? Dann hat man sicherlich einen Sommer lang Freude daran, viel länger meistens jedoch nicht. Grund: Der Imker selber, Varroa destructor + x oder beides. 

Die ursprünglich einheimische Biene ist ja auch dunkel (Apis mellifera mellifera) und vom sog. Hügelertyp. Ein guter Ansatz. Nur leider sind die meisten in Mitteleuropa erhältlichen Dunkle Bienen genauso überzüchtet und menschenabhängig, wie die anderen Rassen. Und es wird weiter gezüchtet, damit auch die Dunkle Biene den Bedürfnissen des Imkers gerecht bleibt. 


Ja, es gibt sie aber. Die sog. varroaresistente Biene. Beispielsweise in der Uralregion, dort wo die Honigbienen seit Urzeiten in Klotzbeuten gehalten werden.
Nun hat es aber auch die Wissenschaft herausgefunden. Ein Teil der gehaltenen Landbienen hat das Zeug zur Varroaresistenz. Ohne dass (weitere) Zuchtarbeit notwendig wäre. Wenn man sie denn Biene sein lässt und die Nachteile erhöhter Agilität und geringerer Erträge in Kauf zu nehmen bereit ist. Andernfalls ist und bleibt sie eine labile Hochleistungsbiene. 

Eine weitgehend varroaresistente Biene brauchen wir aber zum Besiedeln der Klotzbeuten, die sich indes auch ohne allzu große Mühe und Kosten selber züchten lässt.
Wie erfahren Sie hier!

Die Art der Klotzbeute

Eine Klotzbeute ist ein hohler Baumstamm stehend, oder liegend, mit einem Deckel und gut 60 Litern Hohlraum, gegebenfalls mit stabilisierenden Innenstäben, nicht mehr und nicht weniger! Keine Rähmchen, keine größeren Aussparungen und seitlichen Zugänge, kein Zierwerk. Die Urform und natürlichste Form der Bienenhaltung.  Alles andere erfüllt zuforderst andere Bedürfnisse, nähmlich die des bequemen oder Leistungs - Imkers. 

Der richtige Aufstellort

Das größte Problem der Klotzbeutenimkerei ist die Verkreuzung der vitalen Klotzbeutenbiene mit gezielt gezüchteten Rasse- oder Landbienen der Nachbarimker. Ein Mindestabstand zum nächsten Imker oder kurzzeitig verwilderten Bienenvolk eines konservativen Imkers von 10 km ist ratsam, dennoch kaum möglich. Dieses Manko kann jedoch mit der richtigen Betriebsweise etwas entschärft werden. 
 

Betriebsweise

Die beste Betriebsweise der Klotzbeutenimkerei ist keine Betriebsweise. Die biologisch programmierte Lebensweise der Biene darf nicht manipuliert werden. Labile Völker müssen auch sterben dürfen. Das setzt allerdings das Vorhandensein mehrerer besiedelter Klotzbeuten, hilfsweise streng natürlich gehaltener Rähmchenbeutenvölker vorraus, bis sich am eigenen Bienenstand und in der Region eine stabile natürlich gehaltene oder verwilderte Population gebildet hat, die fähig ist, labile Einkreuzungen zu kompensieren.  
Grundsätzlich wird die Klotzbeutenimkerei jedoch, so wie es früher einmal war und andernorts immer noch ist, eine Rotationsimkerei bleiben. Das heißt, dass winterliche Völkerverluste, die sich in kurzer Zeit von sehr hoch auf 1/4 einpegeln werden, hinzunehmen sind.  Weiter bedeutet es, dass abgeschwärmte Völker und eingeschlagene Nachschwärme mitunter mangels begatteter Königin sich auflösen. Es wird keine ständig besetzten Klotzbeuten geben. So wie es nie eine ständig vom selben Bienenvolk bewohnte Baumhöhle gab. Aus diesem Grunde sind für eine ernsthafte Klotzbeutenimkerei durchaus 3 - 5  oder mehr Klotzbeuten notwendig, um einer stabil gewordenen Population menschlich nutzbare Behausungen gewähren zu können. 
Ein weiterer Knackpunkt ist nach dem Einschlagen eines Schwarmes jegliche Eingriffe, bis auf die Honigernte, zu unterlassen:  keine Anfangsstreifen, keine Fütterung, keine Schwarmverhinderung, keine Behandlungen gleich welcher Art, kein Wandern. Nicht lachen: Ein vitales Volk, das nicht künstlich groß gehalten oder gezüchtet ist, von natürlicher kleiner (Winter-) Volksstärke, braucht keine große Klotzbeute und wäre theoretisch "wanderbar".
Das gleiche gilt, soweit die Grundsätze der Klotzbeutenimkerei auf die rähmchenlose Bienenhaltung (Stabilbau) in einfachen Holzkisten übertragen werden. 
Die "Wanderzeit" eines Bienenvolkes beschränkt sich jedoch auf die Schwarmzeit mit 1 - 3 Schwärmen und Volksregeneration bzw. -neugründung. 
Überschüssiger Honig wird im Frühjahr durch Herausschneiden der ältesten Waben geerntet und mancherorts aber auch die Klotzbeute zwecks Wabenerneuerung gleichzeitig gewendet.  
  
 

 


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