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Bienenhaltung in Klotzbeuten


 
 
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 Bienenhaltung in Klotzbeuten

als Demonstration historisch überlieferter Imkerei

Chance für die Freizeitimkerei und
Artenschutzbeitrag


im Freilichtmuseum
Germanische Siedlung Klein Köris

 

 

 

historischer Hintergrund 

Zu den ältesten überlieferten Bienenbehausungen gehören die Klotzbeuten bzw. Klotzstülper. Die Bienenvölker befinden sich hierbei in einem hohlen Baumstamm und bauen darin ihre Waben „wild“ (Naturbau), das heißt, ohne vom Imker vorgegebene Holzrähmchen. Honigwaben müssen dann herausgeschnitten werden.
 

Klotzstülper sind aus eisenzeitlichen Fundzusammenhängen erwiesen, wie die Funde aus Phöben (Landkreis Potsdam), Berlin-Spandau,  Pinnow-Süd (Landkreis Parchim) oder Gristede (Landkreis Ammerland) belegen.

In der Mark Brandenburg sind künstliche Bienenbehausungen aus ausgehöhlten Baumstämmen  bereits aus vorchristlicher Zeit und der römischen Kaiserzeit (1. bis 5. Jh. u. Z.) als Moorfunde oder in Zweitverwendung als Brunneneinfassung bekannt. Im Alpenraum und östlich der Elbe sind sie bis in die Neuzeit verwendet worden.
In der germanischen Siedlung soll anhand von Funden die Klotzbeutenimkerei praktisch nachvollzogen und ein Stück weit lebendige Archäologie vermittelt werden.
      

    Klotzstülper im Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris

neuzeitliche Bedeutung 

Freizeitimkerei   

Die Imkerei in der heutigen Zeit ist seit Jahrzehnten von „Bienensterben“ und Aussterben des Imkerberufs und -hobbys, aber auch von Züchtern, Lobbyisten und Geschäftemachern bedroht. Gründe sind u.a. die geringe wirtschaftliche Attraktivität des Berufsbildes des Imkers, neue Bienenkrankheiten, Zeit- und Kostenfaktor, bienenschädigende Betriebsweisen sowie Haltungsformen durch die Imker selbst, aber auch unnachhaltoge Zuchtziele, schädliche Formen von Lobbyismus und Maßlosigigkeit.
Das führt auch zu Motivationsverlusten im Freizeitimkereibereich.
 

Im Anbetracht der überragend wichtigen Bedeutung der Honigbiene für Naturhaushalt und  Volkswirtschaft kommt deshalb der verantwortungsvollen Freizeitimkerei und privaten Kleinimkerei eine ständig wachsende Bedeutung zu.  

Das vorliegende Projekt soll hier mit einer Rückbesinnung auf alte Imkereiformen ein Modell einfacher, zeit- und kostenarmer, bienen- und menschengerechter Imkerei vorstellen, das sich so oder in leicht abgewandelter Form (z.B. mit einfachen Holzkästen) ohne weiteres im eigenen Hausgarten realisieren lässt.  

Artenschutz

Die einheimische Biene ist dunkel, ganz ohne gelb-orange Ringe.
Die heutzutage in Mitteleuropa gehaltene gelbe,  schwarz-graue bzw. orange-schwarz-graue Honigbiene (Italienische Biene, Kärntner Biene, die Kunstrasse Buckfastbiene bzw. Bastarde aus diesen Rassen) ist nicht mehr mit der Honigbiene aus der Zeit der Ursprünge der Klotzbeutenimkerei vergleichbar.

Ursprünglich heimische Honigbiene ist die seit dem 20. Jahrhundert fast ausgestorbene und auf der Roten Liste stehende  schwarze Dunkle Biene (Apis mellifera mellifera). Diese ist in Mitteleuropa als einzige Rasse ursprünglich heimisch. Viele einheimische Pflanzen sind auf die Bestäubung durch die Dunkle Biene angewiesen, weil sie von anderen Bienenrassen nicht angeflogen werden.  Die dunkle Biene ist die einzige voll angepasste Honigbiene in Mitteleuropa und wichtiger Teil komplexer ökologischer Vorgänge.  Sie ist, soweit sie nicht auch, wie alle ihre verwandten Rassen,  hochgezüchtet wurde,  in der Regel wesentlich robuster und gesünder und zeigt eine andere Volksentwicklung im Jahresverlauf als die Hochzuchtbienenrassen.


 
Die einheimische Biene ist dunkel.                          

So überwintert sie sparsam in kleinen bis kleinsten Völkern, entwickelt sich im Frühjahr eher vorsichtig um Wetterumschwünge selbständig zu überstehen. Dabei sammelt sie bereits bei kaltem und schlechtem Wetter, wo alle anderen Bienenrassen ihre Behausung nicht verlassen. Sie hat ihren Höhepunkt als ausgesprochen fleißige Sammlerin von Sommerhonig. Der Imker spricht vom "Hüglertyp", der heutzutage in der Erwerbsimkerei ausgesprochen unerwünscht ist, weil dieser Bienentyp für den Imker keinen Frühjahrshonig und keinen Honig aus Spättrachten abwirft.

Leider besteht selbst unter den wenigen Haltern und Liebhabern der Dunklen Biene die Tendenz, auch diese vom "Hüglertyp" mehr hin zum ertragreicheren "Brütertyp" zu züchten und extrem sanftmütige sowie schwarmträge Linien zu fördern.



     Schwarmzeit!

Ein Schwarm hat sich unmittelbar vor den Klotzbeuten niedergelassen.

 
Auch wenn eine solche Biene schwarz aussieht und äußerlich von Biologen als Dunkle Biene bestimmt wird (Cubitalindex), hat eine solche Biene nur noch wenig mit der ursprünglichen Dunklen Biene gemein.
Das ist vielen Freunden der Dunklen Biene gar nicht bewusst.

Die ursprüngliche Dunkle Biene ist aber eine langlebige friedliche Biene, die es jedoch nicht verlernt hat, sich gegen rücksichtslose Eindringlinge zu erwehren und die, wenn man sie lässt und je nach den Umständen, in manchen Jahren mal mehr, in anderen weniger bis gar nicht schwärmt.

 

 


Ein Schwarm ist eingezogen.

Das alles können oder dürfen die Hochzuchtrassen nicht (mehr), was sich zu allem Übel populationsprägend und populationsauslöschend auf die letzten verbliebenen wilden Honigbienen ausgewirkt hat. Denn die Dunkle Biene verkreuzt sich in freier Begattung (Standbegattung hoch in der Luft) genauso, wie die anderen Honigbienenrassen, mit den überall in der Nachbarschaft gehaltenen oder gelegentlich wild lebenden anderen Bienenrassen und Rassenmixe, wenn man nicht regelmäßig reine (hoch-) gezüchtete Dunkle Bienenköniginnen zukauft und damit einen züchterisch bedingten Vitalitätsverlust in Kauf zu nehmen bereit ist. 

Als Beitrag zum Artenschutz wird deshalb angestrebt mit dunklen Bienen, derzeit mit dunkelstämmigen Bienen aus Standbegattung in F1+x - Genaration, zu imkern und eine
umgekehrte Verdrängungszucht, in Richtung Rückkehr zur Dunklen Biene, zu betreiben.  



Die alte Grenze der Waldbienenzucht
 
Die verwirrende Mannigfaltigkeit der mitteleuropäischen Bienenstände lässt sich auf drei vorgeschichtliche und mittelalterliche Wurzeln zurückführen: 

1. den Rutenstülper,
der als ein Erbstück aus vorindogermanischer Zeit in waldarmen Ackerbaugebieten des Südens seine Heimat hat,

2. die Klotzbeute,
die der Waldbienenzucht Ost- und Nordosteuropas in den
gewaltigen Wäldern des germanisch-slawischen Siedelgebietes entstammt,

3. den Strohkorb 
westgermanischer Bewohner Nordeuropas, welche durch
die Höhe ihrer Ackerbaukultur dazu ganz besonders befähigt waren.
 


 
 



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